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Das Tagebuch Alistair Grouts kann in Form von Diktiergeräten in seinem Anwesen verteilt gefunden werden.

Die Übersetzung ist nicht offiziell, sondern von der Community. Das Englisch, das verwendet wird, ist sehr anspruchsvoll.

Erster EintragBearbeiten

Es ist äußerst eigenartig - die Ereignisse, deren Zeuge ich durch meine übernatürliche Lebensdauer wurde. Ich denke besonders an ein unglückliches Phänomen von einzigartigem Interesse meines Stadiums sowohl als Professioneller als auch als Leidender an diesem vampirischen Zustand. Es scheint, der Lauf der Zeit hätte begonnen, die Relevanz meines gewählten Lehrgangs zu untergraben, denn die Methodologien, die die Psychologie hervorbrachten, verschwinden langsam. Ich finde mich in einer Ära, die immerzu die physischen Komponenten psychologischer Pathologien zu Gunsten der sophistischen Praktiken Freuds übergeht. Phrenologie, Dactopindalismus und der Rest der alten Garde bleiben auf der Strecke, seine Verfechter alle vom Tode zum Schweigen gebracht mit meiner einzigen Ausnahme. Ich könnte meine Stimme wieder erheben, doch wäre es verdächtig, sollte ich fünfzig Jahre nach meinem scheinbaren Tod zum medizinischen Diskurs zurückkehren.

(seufzt tief) Nein, besser, ich setze meine Studien der Psychose im Geheimen fort. Eines Tages mag ich meine eigene Heilung als Bestätigung meiner Methoden präsentieren. Ich bin sicher, dass keine Heilung meiner Verfassung oder der meiner geliebten Frau sich in unseren figurativen Geisten verbirgt und nur darauf wartet, von der korrekten Kombination wiederhergestellter Erinnerungen aus unserer Kindheit enthüllt zu werden. Und ich bin äußerst sicher, dass sie nichts zu tun hat mit der Beziehung zwischen mir selbst, meinen Eltern und meinen ... Genitalien. Verzeihe, Sigmund, aber ich wünsche, meinen Kurs nicht zu ändern. Möge mit der Zeit auch Dein Stern verblassen und verschwinden.

Zweiter EintragBearbeiten

Ein weiterer Unglücksfall des Stroms der Zeit: Irrenhäuser. Ich beklage ihren Verlust nicht nur als Brokerhäuser für die Breite und Tiefe menschlicher Psychosen, doch ich betrauere auch das Verschwinden der einzigartigen Umgebung nur vorhanden in einer Irrenanstalt. Diese fühlbare Atmosphäre blisteriger Gehirne und lärmender Eingeweide, das auffällig riechende Gemisch frei fließender Körperflüssigkeiten, diese zart rollende Kakophonie entfernter Schluchzer und Schreie, das gemurmelte Verfluchen als solcher wahrgenommener Feinde und das glückselige Gurgeln der Lobotomierten. Wie ein neugeborenes Kind, das den Himmel entdeckt. Hmm.

So sicher wie blutige Nahrung in der Nacht werde ich weiterhin Testobjekte finden, doch dieses Klima, fürchte ich, kann niemals mehr reproduziert werden.

Dritter EintragBearbeiten

Oft sinniere ich mit starkem Bedauern über die versäumte Gelegenheit, die mein Infektor war. Wäre ich nach dem Angriff bei Bewusstsein gewesen, hätte ich die Pfleger davon abhalten können, sie in das Auslaufgehege zu sperren. Was würde ich geben für nur ein Interview, ein paar simple Fragen an die von Plagen heimgesuchte Frau, die während dieser Dämmerung ihr Ende fand.

Selbstverständlich besteht keine Garantie, dass sie hilfreicher gewesen wäre, als mein jetziger Haufen Testobjekte. Quäkende Schufte. Wenige können als enthusiastisch bezeichnet werden. Bedenke ich die Natur der Tests, kann ich nicht den gleichen Eifer von allen erwarten, aber ein Minimum an Kooperation wäre willkommen. Tiere. Der eine, den sie 'John' nennen, ging so weit, seinen Arm abzunagen und in die Dielen zu flüchten wie ein barbarisches Nagetier. Ich höre ihn des Nachts noch immer herumhuschen, er muss dort eine furchtbare Unordnung verursachen.

Vierter EintragBearbeiten

Meine Studien kommen sehr träge voran. Ich stecke in widerlichem Überdruss fest, während die Krankheit meiner Frau voranschreitet. Meine Testobjekte werden rastlos ohne angemessene Aufsicht, doch ich kann mich nicht zurückziehen aus dieser schwarzen Depression. Wie viele Nächte habe ich nun verschwendet, vom Turmgang starrend, sinnierend über die Zerbrechlichkeit der Existenz.

Fünfter EintragBearbeiten

Nach Dekaden einsamen Studierens dieses Gebrechens habe ich gelernt, dass es keineswegs nur meines ist. Tatsächlich ist diese Stadt das Heim einer gesamten Gesellschaft ähnlich geplagter Individuen, mit denen ich erst kürzlich Kontakt aufgenommen habe. Sie sind verständlicherweise im Großen und Ganzen reserviert, doch ich war mit ihnen in der Lage, zu bestätigen, dass diese Verfassung in der Tat Vampirismus ist, welcher anscheinend in einer Vielzahl von Formen auftritt, jede davon mit einer spektakulären Gruppe von Symptomen wie Unsichtbarkeit und sogar eine Art Lykanthropie.

Durch zahlreiche Interaktionen mit dem Direktorium dieser geheimen Gesellschaft bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ihr fundamentales Verständnis der vampirischen Verfassung beklagenswert lückenhaft und gesprägt ist von Argwohn und pseudoreligiösem Dogma, das einen Türken seine Enge scheuen lassen wird. Tatsächlich schienen sie beeindruckt von meinen Studien und der Eloquenz, mit der ich sie präsentieren konte; anscheinend ist der typische Betroffene meiner besonderen Art von Vampirismus weit entfernt von der Avantgarde des Englischs des Königs. So beeindruckt waren sie, dass sie mir sogar ein Amt in ihrer Regierung anboten - ein recht hohes Amt, so wie es sich anhörte. Ich glaube, ich sollte es annehmen. Wenn schon nichts anderes, so sollte es mir doch zumindest einen erhabenen Aussichtspunkt bieten, von dem aus ich die Breite und Epidemiologie des Gebrechens beobachten kann, sodass ich schneller eine Heilung finde.

Sechster EintragBearbeiten

Ich habe die Rolle des „Clanältesten“ akzeptiert für den Clan der „Malkavianer“, die furchtbar gefällige Bezeichnung, die der Form des Vampirismus verliehen wurde, an der ich leide. So benannt nach einer angeblichen vampirischen Vaterfigur alter Zeiten. Weiterer Unsinn erwachsen aus einer hinterwäldlerischen Kultur, die endlos angezogen scheint von Kindergeschichten und der Fiktion viktorianischer Romantik, während sie sich mit der Wissenschaft hinter ihrem Leiden beschäftigen sollte. Egal, denn ich habe dieses Amt aus keinem anderen Grund angenommen als zum Zwecke des Fortschritts meiner Recherchen.

Ich muss jedoch erwähnen, dass selbst unter meinen zukünfigen Kollegen in diesem Direktorium der Vampire der Grad der Paranoia und des Aberglaubens erschreckend ist! Ihre Intelligenz ist nicht die Frage, nein; tatsächlich musste ich, als sie mir den Hof machten für dieses Treffen, vermuten, dass die Angebote maßgeschneidert wurden für das, was meine offensichtliche Vernarrtheit in Räson sein muss, denn der Teufel täte gut daran, Versucher mit solch Engelszungen sein Eigen zu nennen. Dennoch konnte ich mir nicht helfen, doch mich wundern über die Art der Sprache, die diese Vampirführer für ihr Sirenenlied wählten. Ob es ein Kind der Gewohnheit ist, von der Interaktion mit ihren ungewaschenen, ungebildeten Testobjekten rührt oder von ihren eigenen tief sitzenden Überzeugungen, ihr linguistischer Tusch täuscht über einen Glauben an Argwohn über die Vorsehung empirischer Ursachen hinweg, der ein alles durchdringendes Motiv in dieser Gesellschaft dunkelster Nacht sein muss. Verdammt, nun tue ich es auch.

Siebter EintragBearbeiten

Während ich meinen Handel mit der vampirischen Regierung erweitere, bin ich auf ein weiteres verstörendes Symptom dieses Gebrechens gestoßen. Oftmals, während Konversationen, höre ich Stimmen, die anderen Vampiren entspringen. Stimmen, die nicht ihre eigenen sind, doch welche einen Einblick in ihr Leben zu haben scheinen, der über das hinausreicht, was ich der simplen Konversation entnehmen könnte. Diese Stimmen scheinen vom tiefen Inneren meiner Mitvampire wiederzuhallen und ich kann nicht sicher sein, ob dieses Symptom zu meiner eigenen Art Krankheit gehört oder zu ihrer, da die Stimmen vielzählig und inkonsistent sind. Ich wage nicht, dieses Symptom meinen vampirischen Kameraden gegenüber zu erwähnen, da sie sich als wahre Raubtiere erwiesen haben, denen gegenüber ich keineswegs ein Zeichen der Schwäche zeigen kann. Tatsächlich haben diese Stimmen mir davon abgeraten, ihre Präsenz zu offenbaren und bevor ich ihre Quelle bestätigen kann, werde ich ihnen hörig sein. Die Informationen, die die Stimmen mir gegeben haben, reicht von sonderbar bis furchterregend. Letzteres ist besonders wahr über einen mächtigen Vampir, dessen Namen ich nicht aufnehmen werde im Interesse der Selbsterhaltung.

Achter EintragBearbeiten

Die Häufigkeit und Präzision der Stimmen hat sich des neusten erhöht. Sie haben begonnen, bei mir zu bleiben, lange nach dem die Konversation aufhörte und fungieren als eine ziemliche Ablenkung. Ich fürchte, andere beginnen, meine Besorgnis bei den Vampirzusammenkünften zu bemerken. Ich denke wieder an den bestimmten Vampir, von dem ich vorher gesprochen habe, den ich nicht zu nennen wage ob meiner wachsenden Furcht. Wenn den Stimmen geglaubt werden kann, so ist meine Vorsicht berechtigt, denn sie sprechen von seinen schwärzesten Verbrechen sowohl der Vergangenheit als auch der Zukunft. Mehr als einmal habe ich den Argwohn in seinen Augen gesehen und das Misstrauen in seiner Stimme gehört, wenn er mit mir sprach. Die Furcht muss sich auf meinem Gesicht abzeichnen, denn sie ist alles, was ich in diesen Momenten tun kann, um mich davor zu bewahren, im Chor mit den Stimmen aufzuschreien!

Neunter EintragBearbeiten

Ich bin nicht länger sicher - ich weiß es! Die Stimmen haben sich als authentisch erwiesen und ich habe mich gänzlich von der vampirischen Gesellschaft zurückgezogen. Meine Abwesenheit wird zweifellos Aufmerksamkeit erregen, doch ich konnte meine fragile Selbstbeherrschung nicht länger unter den gefräßigen Augen meiner Vampirkollegen aufrecht erhalten - besonders nicht in seiner Nähe. Die Stimmen nötigten mich, etwas einzugehen, was, wie ich befürchte, ein Pakt mit dem Teufel ist. Doch ich musste, denn ihre Forderungen sind konstant und gnadenlos.

Ich habe mich in der Villa abgekapselt; ich weiß, dass er nach mir ausschlagen wird. Er wird alles in Kauf nehmen, um seine Ziele zu erreichen, und er weiß, dass ich es weiß! Ich habe Vorsichsmaßnahmen getroffen, um meine geliebte Frau zu schützen. Eine Heilung wird warten müssen, bis unsere unmittelbare Sicherheit garantiert ist. Die Villa wurde mit Sicherheit im Sinn konstruiert, doch zu der Zeit war ich nicht eingeweiht in die Bandbreite vampirischer Kapazitäten! Die Stimmen hallen in den verzogenen Korridoren meiner Psyche, dunkle Flüsterungen von einer makaberen und formlosen Gefahr, deren Herannahen auf ein Ende hindeutet, ein Ende von all diesem!

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