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Als Kainiten bezeichnet man in der klassischen Welt der Dunkelheit einen Vampir. Im englischen Original nennen Angehörige des Sabbat sich „Vampires“ (dt.: „Vampire“) oder in Anspielung auf Kain „Cainites“ (dt.: „Kainiten“). Um diese Anspielung auf Kain zu vermeiden, nennen Angehörige der Camarilla und manchmal der Anarchen sich „Kindred“ (d. h. „gleichartig“, in der deutschen Ausgabe unpassend mit „Kainskinder“ übersetzt).

Die afrikaischen Laibon sind eine Unterart, die gewisse Unterschiede zu typischen Kainiten aufweist. Die asiatischen Kuei-jin, deren Ursprünge nicht auf Kain zurückgehen, werden nicht als Kainiten bezeichnet.

PhysiologieBearbeiten

Kainiten werden durch den so genannten Kuss erschaffen, bei dem ein Kainit, der Erzeuger, dem Zukünftigen sein gesamtes Blut aussaugt und ihn vor seinem Tod etwas von seinem eigenen Blut trinken lässt. Der neue Kainit gehört in der Regel dem Clan oder der Blutlinie (in beiden Fällen also der „Vampirfamilie“) seines Erzeugers an. Verlässt der Erzeuger sein Kind jedoch direkt nach der Zeugung, wird dieses zu einem Clanlosen. Die Verwandlung findet üblicherweise sofort statt; eine Ausnahme sind die so genannten Dünnblütigen.

Sämtliche Körperflüssigkeiten bis auf Speichel und Augenflüssigkeit werden durch die Verwandlung durch das von nun an lebensnotwendige Blut ersetzt. Dieses kann unter anderem dazu verwendet werden, die körperlichen Fähigkeiten temporär zu verstärken, Wunden zu heilen und übernatürliche Kräfte, sogenannte Disziplinen, einzusetzen. Ebenfalls können mit Hilfe des Blutes so genannte Ghule erschaffen werden, Sterbliche, die abgeschwächte vampirische Merkmale annehmen und emotional an ihren Meister gebunden sind. Dieses so genannte Blutsband kann auch bei Kainiten und den meisten anderen übernatürlichen Wesen eingesetzt werden.

Sowohl das Blut von Menschen als auch das von Tieren, Kainiten und anderen übernatürlichen Wesen kann konsumiert werden. Tierblut wird als wenig schmackhaft empfunden und hat oft keinen Effekt auf ältere Vampire. Das Trinken des Blutes anderer Kainiten wird generell verachtet; sollte das Opfer dabei ausgetrunken werden, handelt es sich um die so genannte Diablerie. Wird ein kainitisches Opfer nicht ausgetrunken, entsteht ein Blutsband. Trinken des Blutes anderer übernatürlicher Wesen hat in der Regel gewisse Nebenwirkungen: das Blut von Werwölfen erhöht z.B. die Gefahr einer Raserei, während das Blut von Feen zu einer Verzauberung führt. Es ist nicht nötig, sein Opfer auszutrinken, und die Bissspuren können geheilt werden, indem über sie geleckt wird. Der Prozess des Trinkens ist für beide Seiten sehr lustvoll; Menschen können danach süchtig werden. Eine Ausnahme bilden hierbei die Giovanni, deren Kuss äußerst schmerzhaft ist und tödlich sein kann.

Kainiten sind in der Regel unfähig, andere Nahrung als Blut zu sich zu nehmen. Sie sind in der Regel blasser und dünner als vor ihrer Verwandlung. Manche Clans erleben weitreichendere optische Konsequenzen, wie die Nosferatu und unter Umständen die Gangrel. Kainiten altern nicht und von Wunden abgesehen nimmt ihr Körper jede Nacht wieder den Zustand an, den er hatte, als er den Kuss empfing; Tattoofarbe z. B. würde schlicht abgestoßen werden.

Innerhalb des Kainiten lebt von seiner Verwandlung an das so genannte Tier, die bestialische Seite des Kainiten, das in manchen Situationen Kampf- oder Fluchtreaktionen wie Raserei oder Rötschreck auslösen kann. Wassail bezeichnet den Zustand des permanenten Verfallens des Tiers bis zum endgültigen Tod des Kainiten. Dies kann durch hohe Menschlichkeit bzw. einen hohen Pfadwert verhindert werden; beides hält den Kainiten mehr oder minder geistig gesund.

Obwohl Kainiten tot sind, fühlen ihre Körper noch Schmerz.[1] Vampire sind potenziell unsterblich, ihre Existenz kann jedoch unter bestimmten Umständen beendet werden. Dieser endgültige Tod kann vor allem durch Feuer und Sonnenlicht verursacht werden. Sonnenlicht setzt Kainiten in der Regel fast sofort in Brand. Schusswaffen und normale Verletzungen allerdings sind keine große Gefahr für sie. Stichwaffen können gefährlich werden, sofern das Herz durchbohrt wird. Geht einem Kainiten das Blut aus, fällt er in die so genannte Starre, die ihm jede Bewegung unmöglich macht. Dieser Zustand kann Jahrtausende andauern. Der endgültige Tod kann ebenfalls durch Enthauptung verursacht werden; besteht keine Verbindung zwischen Herz und Gehirn, stirbt der Kainit. Eine Ausnahme sind dabei Setiten, die der fünften Stufe von Serpentis mächtig sind. Ein vernichteter Kainit holt im Augenblick seines endgültigen Todes den ausgesetzten Alterungsprozess nach; ältere Kainiten zerfallen dabei zu Staub, während jüngere nur entsprechend altern und dann wie normale Leichen verwesen.

Relevant sind außerdem die Generationen, die von eins bis fünfzehn reichen. Ein Kainit hat immer eine um eins höhere Generation als sein Erzeuger. Niedrigere Generationen können ihr Blut effektiver nutzen, höhere Level in Disziplinen erreichen und Disziplinen wie Beherrschung haben keinen Effekt auf sie, wenn sie von Kainiten einer höheren Generation ausgeübt werden. Die Generation kann durch Diablerie gesenkt werden. Kainiten der fünfzehnten und manchmal der dreizehnten und vierzehnten Generation werden Dünnblütige genannt. Kain, der als erster Vampir gilt, ist der einzige Vampir der ersten Generation. Kains drei Kinder sind die zweite Generation, deren Kinder, Vorsintflutliche genannt, wiederum die dritte.

QuellenBearbeiten

  1. Justin Achilli auf Twitter

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