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Kinder des Lotos, im Original Kindred of the east (KotE), ist ein Ablegersystem von Vampire: Die Maskerade. Im Fokus stehen dabei die Kuei-jin, asiatische „Vampire“.

Das Grundregelwerk zu Kinder des Lotos stellt kein vollständiges Regelwerk dar; für die Basisregeln wird das Grundregelwerk eines der Hauptsysteme benötigt.

KonzeptBearbeiten

Mit Kinder des Lotos wird der ferne Osten weiter in die Welt der Dunkelheit eingebunden. Die Spieler übernehmen dabei die Rollen sogenannter Kuei-jin, die als fernöstliche „Vampire“ bezeichnet werden, da es gewisse Parallelen zu den Kainskindern gibt. Ihr Ursprung liegt allerdings bei den Wan Xian, den Zehntausend Unsterblichen, die vom erhabenen Jadekaiser persönlich auserwählt wurden, um mit dem Mandat des Himmels über das Königreich der Mitte und die Einhaltung der himmlischen Ordnung zu wachen. Aus Hochmut und Machtgier verrieten die Wan Xian aber letztendlich ihre Aufgabe; viele schwangen sich zu Tyrannen auf, sie versklavten die Sterblichen, bekämpften andere Shen und brachten Chaos. So wurden sie selbst zu einer Bedrohung für die himmlische Ordnung, was den Jadekaiser zwang einzugreifen: Er verfluchte sie, nahm ihnen einen Großteil ihrer Macht und verdammte sie zur ihrer heutigen Existenz.

Im Gegensatz zu Vampire: Die Maskerade, bei dem ein großer Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung des Charakters mit dem inneren Raubtier und dem Umgang mit der eigenen Existenz als Blutsauger liegt, geht es bei Kinder des Lotos eher um die Erlangung innerer und äußerer Harmonie sowie dem Streben nach Erleuchtung, um dadurch das eigene Schicksal zu erfüllen.

Kinder des Lotos ist primär ein eigenständiges Subsystem, zu dem mehrere Ergänzungsbände erschienen sind. Da auch für andere Hauptsysteme Asien-Ergänzungsbände existieren, besteht aber auch die Möglichkeit für Crossover-Runden im Rahmen einer Asien-Chronik.

Hintergrund Bearbeiten

Kuei-jin sind die Seelen Verstorbener, die im Leben Verfehlungen begingen, durch die sie ihr vorbestimmtes Schicksal nicht erfüllen konnten. Nach ihrem Tod brachte sie das in eine der Tausend Höllen von Yomi Wan, um dort zur Strafe ewige Qualen zu erleiden. Einige Seelen mit einem starken P'o gelingt es jedoch hin und wieder zu entkommen, und sich erneut mit ihrem (oder, seltener, einem) Körper zu vereinen. Durch ihre Wiedergeburt, dem sogenannten Zweiten Odem, erhalten die Kuei-jin eine neue Chance, ihr Karma zu erfüllen und nach Erleuchtung zu streben.

Die neuerwachten Kuei-jin werden von vier Kräften beeinflußt, Yin und Yang, als Prinzipien für das statische und das bewegliche, Passiv und Aktiv, sowie Hun und P'o, dem rationalen Verstand gegen das Animalische, das Gewissen gegenüber dem Triebhaften. Neuerwachte Kuei-jin werden generell vom P'o beherrscht, wodurch sie geistlose untote Killermaschinen sind, die als Chih-mei bezeichnet werden. Erst wenn ein Chih-mei es schafft sein P'o unter Kontrolle zu bekommen (wozu es häufig Hilfe von außen bedarf), kann er einem Dharma folgen und zu einem geachteten Mitglied der Kuei-jin Gesellschaft werden. Ein Dharma ist eine Philosophie, vergleichbar den Pfaden der Erleuchtung, die es einem Kuei-jin erlaubt, seinen Platz in der kosmischen Ordnung zu finden und seine Kräfte zu meistern.

Von den Kainiten werden die Kuei-jin oft „Cathayer“ genannt, sie selbst verabscheuen diesen Begriff jedoch. Sie ernähren sich von so genanntem Chi, einer alles durchdringenden Kraft, die vergleichbar ist mit dem Glamour der Feen oder dem Gnosis der Garou.

Neben seinem Dharma zeichnet ein Kuei-jin sich auch durch seine Tugenden aus. Yin und Yang geben dabei an, welche Art Chi ein Kuei-jin konsumiert: Yin chi ist alles tote, zum Beispiel von einer Leiche oder der Blutbank; Yang chi stammt von Lebenden, wie Menschen, oder auch von Kuei-jin mit hohem Yangwert. Als Hun bezeichnet man die „höhere“ Seele des Kuei-jin, die intellektuell, gerecht, „menschlich“ ist; im Kontrast dazu steht das P'o, die „niedere“ Seele, entfernt vergleichbar mit dem Tier der Kainiten, nur dass das P'o intelligent ist – es gleicht eher dem Schatten aus Wraith: The Oblivion. Die letzte Tugend ist die Balance.

Im Grundregelwerk von Kinder des Lotos werden fünf Dharmas vorgestellt, die auf den Lehren des großen Arhat Xue basieren, und denen eine überwältigende Mehrheit der Kuei-jin folgt. Im KotE: Companion werden darüber hinaus noch vier weitere Dharmas vorgestellt, die jedoch als häretisch gelten, da sie nicht den Lehren Xues entsprechen, und die von den Anhängern der etablierten Lehren nicht geduldet werden.

Dharmas Bearbeiten

  • Heulen des Teufelstigers: Dieses Dharma betont das P'o; seine Mitglieder sind anmutig und erhaben, doch oft grausam und unmenschlich.
  • Lied des Schattens: Anhänger dieses Dharmas haben sich dem Yin verschrieben. Sie sind kalt und rational.
  • Pfad der tausend Einflüsterungen: Anhänger dieses Dharmas werden alle paar Jahre wiedergeboren; sie werden beerdigt, fallen in Trance und erwachen als neue Person wieder.
  • Tanz des zuckenden Drachen: Dieses Dharma betont das Yang; seine Anhänger zeichnen sich durch ausgeprägten Hedonismus aus.
  • Weg des schillernden Kranichs: Dieses Dharma widmet sich dem Hun; seine Anhänger sind gebildet und gerecht. Sie streben danach, ihre als solche empfundene Unreinheit zu überwinden.

Siehe auchBearbeiten

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