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Deutscher Name Tremere
Original Tremere
Spitznamen Hexenmeister, Usurpatoren, Clan der Usurpatoren
Gründer Tremere
Mutterclan Tzimisce
Sekte Camarilla
Disziplinen Auspex, Beherrschung, Thaumaturgie
Schwäche durch Bluteid (ein Trunk) an ihre Ahnen gebunden
Blutlinien Tremere antitribu, Blutsbrüder, Telyavische Tremere, Gargylen

Die Tremere sind einer der modernen Clans und gehören der Camarilla an. Sie sind einer der jüngsten Clans und existieren erst seit dem Mittelalter. Aus historischen Gründen und weil sie sehr wenig von sich preisgeben, sind die anderen Clans ihnen gegenüber sehr misstrauisch. Dennoch sind sie einer der mächtigsten der modernen Nächte. Dies liegt zum einen an der Struktur ihres Clans und ihrer Loyalität ihm gegenüber, zum anderen aber auch an ihrer einzigartigen Disziplin, der Thaumaturgie. Ihr Clansymbol ist ein Quadrat in einem Kreis mit einem Dreieck. Ihr Name ist lateinisch und bedeutet „zittern“. Der Clan kann als Blutlinie der Tzimisce angesehen werden.

GeschichteBearbeiten

Die Tremere sind ein sehr junger Clan und ihre Geschichte beginnt erst im Mittelalter, beim Haus Tremere. Dies war ein Bund von Magi, die dem Orden des Hermes angehörten. Benannt wurde das Haus nach ihrem Führer und Gründer, Tremere. Als das erste Jahrtausend sich dem Ende zuneigte, wurden die Magi des Hauses zunehmend unzufrieden mit ihren Künsten und strebten nach etwas Mächtigerem. Ihre Unsterblichkeitselixiere hörten auf zu wirken und Tremere befahl die Suche nach alternativen Möglichkeiten, an Unsterblichkeit zu gelangen.

Viele Experimente wurden durchgeführt, bis Goratrix 1022 durch Experimente vor allem an Tzimisce ein Ritual fand, das ihnen wahre Unsterblichkeit schenken würde. Er lud Tremere und sechs enge Berater zu diesem Ritual ein, nach dem sie ihr Bewusstsein verloren und als Vampire wiedergeboren wurden. Ihre Avatare wurden dabei zerstört und sie verloren die Fähigkeit, Magick zu wirken. Ob Goratrix dies wusste, ist unbekannt. Sicher ist allerdings, dass viele Magi ihn dafür töten wollten, doch Tremere untersagte es ihnen und sie studierten ihre neue Form.
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In dieser Zeit wurden sie von den Tzimisce angegriffen, die sich für die Experimente rächen wollten. Dies ist als Krieg der Omen bekannt. Der Orden des Hermes wurde dem Haus gegenüber ebenfalls sehr misstrauisch und bezichtigte es des Infernalismus, weil es zunehmend verschwiegener wurde. Tremere gelang es jedoch, sie davon abzuhalten, genauer nachzuforschen. 1037 zwang er die anderen sieben Vampire zu einem Bluteid und verkündete, dass das Haus Tremere von nun an eine pyramidenartige Hierachie auszeichnen würde, an deren Spitze er stehen würde. Die anderen Kainiten würden als der Innere Rat der Sieben bekannt und ihm direkt unterstellt sein. Sie begann langsam, dem Rest des Hauses den Kuss zu schenken, wobei alle Neugeborenen dem Inneren Rat den Bluteid schwören mussten, sodass ihre Loyalität gewährleistet war. Mit der Zeit starben alle Mitglieder des Hauses, die nicht zu Kainiten gemacht wurden. Im nächsten Jahrhundert setzte sich der Krieg der Omen weiter fort. Es sah nicht gut aus für die Tremere, da die übrigen Magi zunehmend schwächer wurden und die Kainiten mit ihrer Macht nicht vertraut waren. Tremere und Etrius reisten durch Europa auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihre hermetischen Künste in Thaumaturgie zu verwandeln. Goratrix allerdings schaffte nach jahrelangem Experimentieren mit Tzimisce, Nosferatu und Gangrel 1121 den ersten Gargylen, und ab 1125 wurden diese zum Angriff gegen die Tzimisce eingesetzt. Von anderen Quellen allerdings wird das Auftauchen der Gargylen auf das Jahr 1167 datiert. [1] Dennoch waren sie unter den anderen Kainiten nicht angesehen. Oft wurden sie aus Städten verjagt. In der Zwischenzeit erfuhren Tremere und Etrius von Kain und den Vorsintflutlichen sowie den Vorteilen der Diablerie. Bestrebt, sich mehr Prestige zu erarbeiten und einen eigenen Vorsintflutlichen vorweisen zu können, fassten sie den Entschluss, einen ebensolchen zu diablerieren. Ihre Wahl fiel auf Saulot, dessen Grab sie 1133 in Anatolien fanden. Tremere diablerierte ihn, verfiel in Starre und zwang den Inneren Rat dadurch, den Clan zu führen. Durch die Diablerie wurde ihnen noch mehr misstraut. Die Tremere reagierten darauf mit einer Hetzkampagne gegen die Salubri, die sie innerhalb eines Jahrhunderts von einem respektierten Clan zu einer gefürchteten und gejagten Blutlinie machte. Daraufhin verbesserte sich ihr Status. Dank Meerlindas Bemühungen wurden sie als Bedienstete von Prinzen zugelassen und als einer der minderen Clans anerkannt, auch wenn ihnen noch immer misstraut wurde. 1202 fand der Orden des Hermes heraus, was sich im Haus Tremere ereignet hatte und verurteilte sie zum Tode. Dies ist als der Massasakrieg bekannt. Offiziell endete dieser niemals, doch beide Seiten hatten nicht die notwendigen Ressourcen für einen Krieg, sodass er tatsächlich nach einigen Jahrzehnten vorläufig endete. In der Renaissance verbündeten sie sich mit ungarischen Ventrue gegen die Tzimisce und verfolgten weiter ihr Ziel, die Salubri auszurotten. Im fünfzehnten Jahrhundert waren die Salubri nunmehr eine Legende und die Tremere gänzlich als Clan anerkannt. Dennoch wurden viele von ihnen von der Inquisition hingerichtet und sie verloren viele Kulte und Gildenhäuser. Goratrix derweil nutzte seine Macht und seinen Einfluss, um religiöse Orden, besonders den Templerorden, zu korrumpieren zu versuchen, indem er sich mächtige Artefakte, die der Kirche gehörten, aneignete und jene, die es auf diese abgesehen hatten, gegen seine Feinde aufbrauchte. Er scheiterte und die Templerorden wurden als Ketzer verschrieen. Tremere derweil erwachte und beschwor Goratrix, auf dass er vor der Festung in Ceoris erscheine und sich dem Inneren Kreis stelle. Dieser entriss ihm seine Autorität und Goratrix floh in den Osten aus Angst, ermordet zu werden. Wenig später wurde der starre Körper Tremeres von Etrius nach Wien gebracht, welches von nun an die Zentrale des Clans war. Unter dem Revolt der Anarchen litten die Tremere nur geringfügig, obwohl die Verbreitung der Thaumaturgie unter den Anarchen durch die Tremere antitribu eine Bedrohung für sie darstellte. Sie nutzten ihre Hexerei, um die Kommunikation und Koordination zwischen den Ahnen und damit die Gründung der Camarilla zu erleichtern. Ebenso spielten sie für den Dornenvertrag eine enorme Rolle, da sie den so genannten Blutfluch über die Assamiten brachten, der es ihnen unmöglich machte, unbeschadet vom Blut anderer Kainiten zu trinken. Zur gleichen Zeit wurden die Tremere antitribu dahingehend verflucht, dass alle, die an der Vaulderie teilnehmen, ein Mal annehmen, dass nur von anderen Tremere gesehen werden kann. Es gab Gerüchte, dass diese beiden Flüche von Tremere selbst, der eigens dafür aus der Starre erwachte, mit Hilfe des Inneren Rates ausgesprochen wurden. In der Zeit danach gab es lange Gerüchte darüber, dass Goratrix dem Sabbat beigetreten war, was im achtzehnten Jahrhundert dann auch bestätigt wurde. Dieser rief die Mehrheit der Tremere antitribu zusammen, um das Haus Goratrix zu gründen. Die Tzimisce sorgten allerdings dafür, dass diesen innerhalb der Sekte niemals allzu viel Macht zuteil wurde.

In dieser Zeit verbreiteten die Tremere sich über Europa und Nordamerika, doch sie hatten wenig Erfolg damit in Asien und Afrika. Trotz ihrer beachtlichen Verbreitung blieb die Struktur und Hierarchie des Clans bestehen. Im viktorianischen Zeitalter infiltrierten sie zudem viele Geheimgesellschaften, die es unter den an Okkultismus äußerst interessierten Viktorianern zuhauf gab. Dies gab ihnen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten offener, wenn auch im Rahmen der Maskerade, zu zeigen – etwas, das viele von ihnen wenige Jahrhunderte zuvor ihr Unleben gekostet hatte.
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1998 wurden die Tremere antitribu in ein Gildenhaus in Mexiko City gerufen und dort durch ein unbekanntes Ritual ausgelöscht. Sollten noch einige Antitribu übrig sein, verstecken sie sich. Zudem wächst die Zahl der unzufriedenen Gargylen, die trotz der oppressiven Attitüde der Tremere ihnen gegenüber mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit von ihnen fordern. Zusätzlich wird die Thaumaturgie zunehmend schwächer. Die Entwicklung hat Ähnlichkeit mit dem Nachlassen ihrer hermetischen Künste im frühen Mittealter. Der Blutfluch zudem ist aufgehoben und Versuche, ihn wieder auszusprechen, waren zum Scheitern verurteilt. Ebenfalls 1998 bemächtigte Saulot sich zudem im Geheimen dem Körper Tremeres.

OrganisationBearbeiten

Die Tremere sind der Clan, der mit Abstand am strengsten organisiert ist. Die Hierarchie hat die Form einer Pyramide, an deren Spitze Tremere selbst steht. Nur wenige haben diesen jemals selbst zu Gesicht bekommen und viele glauben nicht einmal, dass er tatsächlich als Person existiert und halten ihn für eine Art Symbol für die Eintracht der Tremere. Jeder Person innerhalb der Pyramide sind sieben Kainiten unterstellt, vorausgesetzt natürlich, sie hat nicht die niedrigste Position inne. Tremere direkt unterstellt ist der Innere Rat der Sieben. Jedes Mitglied ist verantwortlich für einen bestimmten Teil der Welt und hat sieben Pontifizes unter sich. Diese haben die Aufsicht über eine größere Region, wie eine Nation oder Gruppen kleinerer Staaten oder Inseln. Jeder von ihnen hat zudem die Aufsicht über sieben Lords, welche ihrerseits für einen kleinen Staat oder eine Gruppe von Staaten verantwortlich sind und die dortigen Tremere überwachen, allen voran die [Regent (Tremere)|Regenten]], die die sichtbarsten Autoritäten der Tremere sind. Diese leiten die Gildenhäuser und sind verantwortlich für das Training und das Wohlergehen der Lehrlinge, der jüngsten Tremere. Diese werden von den Regenten ausgebildet, übernehmen Aufgaben innerhalb des Gildenhauses oder beschäftigen sich mit der Politik des Clans. Manche Tremere wachsen niemals über diesen Rank hinaus; entweder, weil sie sich mehr für die Politik der Camarilla interessieren oder auch weil der jeweilige Lord keine Notwendigkeit sieht, ein neues Gildenhaus zu eröffnen und daher kein Regent gebraucht wird. Jeder dieser Ränge ab einschließlich der Pontifizen unterteilt sich zudem in sieben Ebenen, die Zirkel der Mysterien genannt werden. Mit diesen werden bestimmte Eigenschaften bezeichnet, die einem Tremere Prestige und Verantwortung eingebracht haben. Beispiele dafür sind thaumaturgische Fähigkeiten, jahrelange Erfahrung, politische Erfolge oder auch Vetternwirtschaft. Je höher der Zirkel des Mysteriums, desto mehr Autorität und Macht wird dem Kainiten zuteil. Allerdings bringt dies auch eine niedrige Toleranz für Versagen und höhere Erwartungen an ihn mit sich. Jene, die den fünften Zirkel oder höher erreicht haben, werden zudem als „hohe“ Mitglieder ihres Ranges bezeichnet, wie „hohe Lehrlinge“ oder „hohe Lords“. Die Beförderungen und Degradierungen werden von Mitgliedern eines höheren Rangs gehandhabt.

KulturBearbeiten

Die Tremere werden oft in politische Fraktionen und Häuser eingeteilt, die sich durch politische Ansichten und die Arten der Thaumaturgie unterscheiden. Diese reichen von Kulten hin zu „Studentenvereinigungen“ und haben oftmals ihre eigene unabhängige Organisation. Dennoch präsentieren sich die Tremere anderen Kainiten gegenüber als vereinter Clan, weil sie aus historischen Gründen besessen vom Ruf ihres Clans sind. Sie sind unheimlich wichtig für die moderne Camarilla und viele finden, dass nur die Ventrue ihren Einfluss in den Schatten stellen. Dies liegt zum einen an der Thaumaturgie, zum anderen auch an der Zielstrebigkeit, mit der die Tremere die Interessen ihres Clans verfolgen. Andere Clans assoziieren generell zunächst Blutmagie mit den Tremere. Zwar sind diese nicht die ersten Thaumaturgen gewesen, doch ihr Paradigma ist eines der flexibelsten. Von anderen Thaumaturgen unterscheidet sie sich durch eine wissenschaftliche Herangehensweise und viele Experimente, die diverse Pfade und Rituale hervorgebracht haben. Innerhalb des Clans werden Kenntnisse der Thaumaturgie getauscht. Die lingua franca ist dabei Latein. [2] Für den Kuss suchen die Tremere sich Personen aus, die dem Clan nützen könnten, nicht zuletzt, da der Regent die Vergabe des Kusses erlauben muss. Diese Personen haben meist einen starken Willen, sind durchsetzungsfähig, doch auch rational und in der Lage, sich unterzuordnen und nicht allzu individualistisch zu sein. Viele von ihnen waren zu Lebzeiten Gelehrte, oft des Okkulten. „Versehentlich“ verwandelte Neugeborene werden oft auf Anordnung des Regenten getötet und der Erzeuger hart bestraft. Versager werden nicht geduldet und generell wegen der Geheimnisse, um die sie wissen, vernichtet. Nur wenig nach der Verwandlung werden die Neugeborenen gezwungen, das Blut des Inneren Rates zu trinken. Dieses Ritual wird Transsubstantion der Sieben genannt. Es schafft einen Bluteid und stellt ein gewisses Maß an Loyalität sicher. Daraufhin beginnt ihre Ausbildung, während sie zeitgleich die üblichen Dinge lernen, wie mit ihrer Form umzugehen, die Traditionen zu beherzigen und ähnliches. Dies führt zu einer hohen Versagens- und Suizidrate unter Neugeborenen der Tremere.

WeiteresBearbeiten

Der Hintergrund der Tremere ist stark an Ars Magica angelehnt, wo das Haus Tremere ebenfalls auftaucht. Dies führte zu einigen Komplikationen, als die Welt der Dunkelheit zunehmend unabhängig von Ars Magica wurde. Da Goratrix das Blut von Tzimisce verwendete, um die Magi in Kainiten zu verwandeln, können die Tremere als Blutlinie ebendieser angesehen werden. Die geteilten Disziplinen Auspex und Blutmagie – Thaumaturgie bei den Tremere, koldunische Hexerei bei den Tzimisce – unterstreichen das. Da sie niemals von Kain verflucht wurden, haben sie keine Clanschwäche in dem Sinne; jene, die sie haben, ist selbst gemacht.

QuellenBearbeiten

  1. VTDA: Die Geheimnisse des Erzählers
  2. VTM: Clanbuch: Tremere


Clans in Vampire: Die Maskerade

Assamiten · Brujah · Gangrel · Giovanni · Jünger des Seth · Kappadozianer · Lasombra · Malkavianer · Nosferatu · Ravnos · Salubri · Toreador · Tremere · Tzimisce · Ventrue

Caitiff · Pander

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