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Deutscher Name Ventrue
Original Ventrue
Spitznamen Blaublütige, Patrizier (Mittelalter), Clan der Könige
Vorsintflutlicher Ventrue
Sekte Camarilla
Disziplinen Beherrschung, Präsenz, Seelenstärke
Schwäche eingeschränktes Beuteschema
Blutlinien Ventrue antitribu, Daneva

Die Ventrue sind einer der Clans der Camarilla und werden allgemein als ihr wichtigster und einflussreichster Clan angesehen. Sie halten sich für den ältesten der Clans und sind quasi der Adel der kainitischen Gesellschaft, ehrenvolle und höfliche Führer, und dessen nicht beschämt.

GeschichteBearbeiten

Die Ventrue selbst glauben, dass Kain selbst seinem ältesten Nachfahren, Ynosch, aufgetragen habe, dem Vorsintflutlichen der Ventrue den Kuss zu schenken, und dass dieser das erste Mitglied der dritten Generation war. Er war Kains Berater zur Zeit der ersten Stadt und als dieser sie verließ, trug er ihm auf, über die dortigen Kainiten zu wachen. Dies dient den heutigen Ventrue als Grundlage für ihren Glauben an ihre natürliche Führerrolle.

Dem Ventrue Artemis wird nachgesagt, dass diese das Militär von Sparta gründete und den Philosophen Lycurgus unterstützte. Sie machte sich zudem zu einer Gottheit von Sparta. Die Spartaner wurden bald zu einem perfekten Beispiel für das Potenzial der Sterblichen: Sie waren loyal, tapfer und gaben sich vollkommen der Arbeit an sich selbst hin. Andere Ventrue waren bestrebt, Teil der Armee zu werden.

Die Brujah währenddessen waren in Athen äußerst einflussreich, was zum ersten Brujahkrieg führte, der den Grundstein für die Jahrtausende währende Verfeindung beider Clans legte. Der Einmarsch der Spartaner in Athen veranlasste viele Brujah und Toreador, die Ventrue für machthungrige Barbaren zu halten, während die Ventrue die Brujah als gefährliche Idealisten sahen.

Nach dem Fall Spartas und dem Aufstieg Roms begann eines der goldenen Zeitalter der Ventrue. Viele Mitglieder des Clans lebten schon lange in der Region, und die Rebellion, die das römische Volk von den Etruskern befreite, wurde Collat zugeschrieben, der der erste Prinz Roms wurde. Da er das Misstrauen des Volkes spürte und sich sicher war, dass dieses eine friedliche Koexistenz mit Vampiren niemals gestatten würde, hielt er sich hinter den Kulissen auf und regierte nicht offen. Diese Herangehensweise wurde von seinem Nachfahren Camilla übernommen, der den Platz seines Erzeugers einnahm und Kontakte zu einflussreichen Familien der Patrizier knüpfte. Er verzichtete auf den Einsatz von Disziplinen zur Machtausübung und verwendete stattdessen Ghule, die ihm dabei halfen, reich und mächtig zu werden, ohne dass er den Zorn der Sterblichen auf sich zog. Diese Vorgehensweise war wegweisend und wurde noch Jahrhunderte später praktiziert.

Der zweite Brujahkrieg war der zwischen Rom und Karthago, wo die Brujah mit den Assamiten und den Baali offen, dekadent und grausam über die Sterblichen herrschten. Lysander versuchte beständig, Camilla davon zu überzeugen, den Krieg zu beginnen, doch dies geschah nicht, bevor der Brujah Dominic sich gegen Alchias, den Prinzen von Syrakus, stellte. Alchias wandte sich an Artemis und vermutlich Arikel mit der Bitte um Hilfe, und diese drei planten mit Lysander den Krieg. Der Dritte Punische Krieg schließlich zerstörte Karthago.
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In den Jahren darauf florierte Rom, und die Ventrue teilten ihre Macht freundschaftlich mit den anderen Clans, die mit ihnen gegen Karthago gekämpft hatten. Während des Mittelalters hatten sie enorm viel Einfluss in und um Deutschland.

Die viktorianische Ära war eine exzellente Zeit für den Clan. Viele junge Ventrue wurden in Kolonien geschickt, um dort eine Camarilla aufzubauen. Die Kainiten, die sich bereits dort aufhielten, vor allem die Setiten und Ravnos, wurden durch Propaganda als Ungläubige und Wilde verrufen. Sowohl andere Kainiten als auch die Sterblichen glaubten ihnen alles, was es ihnen leicht machte, Macht auszuüben.
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Das Verhalten der Ventrue in dieser Zeit sorgte jedoch auch dafür, dass sich einige Clans gegen sie stellten, darunter vor allem die Toreador, die sich von der Besessenheit der Ventrue von Macht und Einfluss abgestoßen fühlten. Die Ventrue bemühten sich, das auszubügeln, und lernten, ihr Temperament zu zügeln und eine Maske der Philanthropie zu tragen.

In den modernen Nächten sind sie de facto die Führer der Camarilla, die Entscheidung fällen, Dinge planen und organisieren.

KulturBearbeiten

Die Ventrue sind nach den Tremere der am zweitstrengsten organisierte Clan. Sie sind konservativ und messen den Traditionen hohe Bedeutung zu, auch wenn sie diese oft zu ihrem Vorteil auslegen. Sie vermeiden offensive Angriffe und handeln lieber subtil. Ihre Kleidung reflektiert dies; sie ist edel, doch nicht aufdringlich.

Verbindungen zu anderen KainitenBearbeiten

Die Assamiten verwirren die Ventrue ein wenig – sie sind äußerst mächtig, haben exzellente Fähigkeiten, dennoch verbringen sie ihr Unleben im Dienste und auf der Suche nach einem toten Gott. Die Ventrue selbst glauben nicht das Gerede über Haqim, aber sie schätzen einen guten Angestellten, und gut bezahlte Assamiten eignen sich vorzüglich dafür. Dies ändert sich jedoch mit dem Verfliegen des Blutfluchs, da die Ventrue die Diablerie durch Assamiten fürchten. Viele Ventrue nutzen ihren Einfluss, um Prinzen dazu zu bringen, die Assamiten aus ihrer Stadt zu verbannen.

Mit den Brujah sind die Ventrue aus historischen Gründen verfeindet. Ebenso können sie nur den Kopf schütteln über den Niedergang des Clans, dessen Mitglieder von Kriegspoeten zu „Gangstern“ wurden. Sie betrachten sie als ein notwendiges Übel; sie sind wertvolle Soldaten, solange sie loyal sind. Als die Gangrel die Camarilla verließen, wurde es den Ventrue zunehmend wichtiger, die Brujah unter ihrer Kontrolle zu behalten. Dennoch können sie den Tag kaum erwarten, an dem sie es sich leisten können, sich gänzlich von ihnen loszusagen.

Das Verhältnis der Ventrue zu den Gangrel ist unterschwellig angespannt. Sie halten sie für exzellente Sheriffs und Geißeln und lassen ihnen daher generell freie Hand, solange sie sich an die Maskerade halten. Nach dem Austritt der Gangrel aus der Camarilla 1999 lassen viele Ventrue sie in Frieden, während einige allerdings bemüht sind, den Clan wieder für sich zu gewinnen, da sie der Sekte nützlich sind.

Den Jüngern des Seth gegenüber sind die Ventrue sehr misstrauisch. Viele halten sie für sehr gefährlich und so ziemlich alle sind sich einig, dass die Setiten komplizierter sein können als sie zunächst scheinen. Die überraschendsten Personen können ihrer Korrumpierung zum Opfer fallen, daher halten die Ventrue die Setiten möglichst von ihren Städten fern und beobachten sie sehr genau, sollten sie sich in ihr aufhalten. Dennoch handeln sie auch manchmal mit ihnen, zumindest im Geheimen.

Für die Lasombra haben die Ventrue nichts als Verachtung übrig. Viele von ihnen glauben, dass die Gründung des Sabbat ein persönlicher Angriff der Lasombra auf die Ventrue war, die extrem neidisch auf den Erfolg der Ventrue sind. Die Lasombra antitribu allerdings haben es etwas besser: Sie werden von den Ventrue vor Angriffen geschützt, weil sie von niedriger Generation und äußerst begabt sind. Außerdem sind sie eine Beleidigung für ihren Mutterclan, die die Ventrue gerne schützen.

Den Malkavianern gegenüber sind sie misstrauisch. Das Netzwerk des Wahnsinns ist ihnen bekannt und sie geben acht auf den Clan. Zwar verhalten sie sich ihm gegenüber höflich, doch sie sind auch vorsichtig und überlassen ihnen nur wenig Verantwortung.

Die Beziehung zu den Nosferatu ist ein wenig ambivalent, doch die Abneigung der Ventrue ist ästhetischer Natur. Die Nosferatu halten ihr Wort und sind exzellent darin, Informationen zu beschaffen. Die Ventrue versuchen darauf zu achten, dass die Nosferatu nicht allzu viel über sie preisgeben und sie genießen es nicht, mit ihnen zu verhandeln, aber sie sehen ein, dass es manchmal getan werden muss und dass die Nosferatu eigentlich ganz in Ordnung sind.

Die Ravnos mögen sie nicht, weil diese oft die herrschenden Strukturen durcheinander bringen und Pläne ruinieren. Dennoch heuern sie sie manchmal an, wenn es etwas gibt, das sie wirklich gerne haben wollen – und die Ventrue bezahlen gut. Wenn sie jedoch einem streunenden Ravnos begegnen, sorgen sie in der Regel dafür, dass er sich in einer anderen Stadt aufhält und dort für Chaos sorgt. Trotzdem haben sie ein wenig Mitleid mit ihnen wegen der Ereignisse der Woche der Alpträume.

Auf die Toreador sehen die Ventrue ein wenig herab, behandeln sie jedoch trotzdem gut, weil sie wissen, dass die Popularität und die Ressourcen der Toreador potenziell ihre Führerrolle gefährden könnte.

Die Tremere werden von ihnen geschätzt. Die Tremere sind streng organisiert und stärker als sie scheinen, was die Ventrue an sie selbst erinnert. Sie bieten ihnen Schutz an zum Tausch gegen Gefallen, die oft Thaumaturgie beinhalten.

In Bezug auf die Tzimisce fühlen die Ventrue sich gelinde gesagt unwohl. Die Ventrue bemühen sich sehr, ihre Menschlichkeit so gut es geht beizubehalten, und auch wenn man sich über ihren Erfolg streiten kann, macht die offensichtliche Bestialität der Tzimisce diese ziemlich nervös.


Clans in Vampire: Die Maskerade

Assamiten · Brujah · Gangrel · Giovanni · Jünger des Seth · Kappadozianer · Lasombra · Malkavianer · Nosferatu · Ravnos · Salubri · Toreador · Tremere · Tzimisce · Ventrue

Caitiff · Pander

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